Rathaus Hochdorf
Ortsschild Hochdorf
Haus

Partnergemeinde

Hochdorf in Thüringen

Ortsschild von Hochdorf

Unsere Partnergemeinde Hochdorf liegt im Landkreis Weimarer Land in Thüringen auf den Koordinaten 50°55´N-11°25´O auf einer von 350-380 NN mit einer Fläche von über 180 qkm.

Die Gemeinde Hochdorf liegt ca.4 km südwestlich in einer Höhe von ca.450 m von Blankenhain entfernt. Im Jahre 1143 wurde Hochdorf in einer Urkunde des Erzbischofs Heinrich von Mainz für das Peterkloster erstmalig erwähnt. Diese Gründungsurkunde liegt seit 1992 in Gemeinde vor.

Slawische Siedlung

Rathaus Hochdorf Thüringen

Im Ursprung war Hochdorf eine slawische Siedlung. Die Siedlungsform entspricht dem Typ eines kleinen Haufendorfes Hochdorf ist eine Agrargemeinde mit einer Gemarkung von 821 ha. Die Landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt 673 ha. Der Name Hochdorf vollzog sich in veränderlicher Schreibweise: "Hochtorf, dann Hochtorff und schließlich Hochdorf". Hochdorf bedeutet hochgelegenes Dorf. Der aus der Chronik übernommen gesprochene Name ist "Hufdrich". Mit den Jahren gab es mehrere Schreibweisen: "Hufdich und Hufdeich". Der Ursprung des Namens kommt vom Hufteich, weil die Häuser hufförmig um den Teich herum gebaut wurden. Der sogenannte Oberteich wurde von einer nie versiegenden Quelle gespeist. Nachdem der Teich im Jahre 1890 verfüllt wurde, blieben die in 10-15m vom Teich entfernten quellaktiven Brunnen erhalten.

Im Mittelalter sind grundherrliche Besitzungen des Petersklosters, des Severistiftes, des Augustinerklosters und des Zisterzienserinnen St. Mariengart in Erfurt nachweisbar. Auch die Grafen von Weimar-Orlamünde waren zeitweilig mit Feudalbesitz in Hochdorf ansässig. Dann setzten sich die Grafen von Gleichen durch und schon seit 1416 war Hochdorf ein fester Bestandteil der Herrschaft von Blankenhain. Damals bestimmte die Landwirtschaft die ökonomischen Verhältnisse. Dabei herrschte groß- und mittelbäuerliche Besitzstruktur vor.

Die Pfarrei, deren Patronat das Ursulinerinnenkloster in Erfurt besaß, wurde erstmals 1303 genannt. Hochdorf ist heute noch Pfarrei. In alten Ortssiegeln führt Hochdorf die Vorderansicht einer Kirche mit barocker Haube, zu beiden Seiten einen Schlüssel. Eine Volksschule wurde im Jahre 1555 erwähnt, sie hatte noch 1945 nur einen Lehrer. Im Jahre 1540 kam es zu Bauernunruhen und im Jahre 1588 zu Fronbeschwerden. Im 30jährigen Krieg wurde Hochdorf sehr stark zerstört. So konnten 1642 nur noch 2% der Ackerfläche bestellt werden. Großbrände wüteten 1644 und 1800 in Hochdorf. Die beim Brand von 1800 vernichtete Kirche ist noch in Resten des Ostturmes zu erkennen. Die heutige, 1801 errichtete Kirche zeigt im wesentlichen einen neugotischen Stil. Der Turm endet in einer barocken Haube, die auf einem achtseitigen Glockengeschoß aufsitzt. Dieser Turmabschluß könnte von 1740 stammen und den Brand von 1800 überstanden haben. Auf dem Friedhof, der die Kirche umgibt, finden sich teilweise stark beschädigte und verwitterte Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert.

Am 9. und 10.Oktober 1806 lagerte die Preußische Armee auf der Hochebene von Hochdorf. Die Divisionen des Herzogs Ferdinad von Braunschweig sollten auf der Höhe bis zum Schafholzberg ein Lager aufschlagen. Die Königin Luise von Preußen verweilte in diesen Tagen persönlich in Blankenhain. Zur Erinnerung wurde dort 1935 ein Preußenstein errichtet. Von dort zog die Preußische Armee in die Schlacht von Jena und Auerstedt. Diese Schlacht besiegelte das Schicksal Preußens.

1871 hatte Hochdorf 56 Wohnhäuser, diese Zahl blieb bis 1946 konstant (ca.100 Jahre lang erfolgte in Hochdorf keinerlei Wohnungsbau). Im 19.Jahrhundert wurde umfangreiche Schafzucht betrieben. Auch eine Windmühle arbeitete zu dieser Zeit in Hochdorf. Handwerksbetriebe führten im 19. und 20.Jh. landwirtschaftliche Dienstleistungen durch. 1905 wurde Hochdorf an das Telefonnetz angeschlossen, 1909 wurde eine zentrale Wasserleitung gebaut und 1913 durch die Überlandzentrale Oberweimar elektrifiziert. Ein Reiffeisenverein wurde 1912 gegründet. Eine Kfz-Werkstadt wurde 1950 in Hochdorf eröffnet. Damals kamen wenige Autos, aber viele Motorräder zur Instandsetzung. Es wurden aber auch Traktoren und Landmaschinen repariert. 1958 wurde von einigen Bauern die LPG "Neun Linden" Hochdorf gegründet. 1961 konnte ein genossenschaftlicher Stall (Sauenanlage) gebaut werden. 1965 erfolgte der Baubeginn der Milchviehanlage Hochdorf, bereits 1968 war die Anlage bezugsfertig. Kurz darauf zogen 270 Hochdorfer Kühe in den Neubau ein.

Hochdorf hat eine Verkaufsstelle des täglichen Bedarfs, eine Gaststätte und 3 Handwerksbetriebe. Auf dem Gebiet des Sports sind die Hochdorfer Kegelsportler (SV Hochdorf e.V.) über Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Feuerwehrverein von Hochdorf besteht schon seit 1991.

Am 6. April 1991 wurde ein Partnerschaftsvertrag mit der Gemeinde Hochdorf aus Baden-Württemberg besiegelt.

Weitere Informationen

Partnerstadt

Einwohner: ca. 7.000
Ortsteile: 23
Postleitzahl: 99444
Vorwahl: 036459
KFZ-Kennzeichen: AP

Partnerschaften

Hier stellen sich Kommunen aus dem Land vor, die Partnerschaften mit Kommunen aus der ganzen Welt geschlossen haben. Sie erhalten hier einen Überblick über deren Projektarbeiten und lernen die Kommunen besser kennen.

Weiter zur Homepage "Partnerschaften"

 
Hauswand

Darstellung

Darstellung verkleinern Darstellung auf Browserstandard zurücksetzen Darstellung vergrößern

Kontakt

Gemeinde Hochdorf
Eichendorffstraße 6
73269 Hochdorf

Fon: 07153 5006-0
Fax: 07153 5006-60
info@hochdorf.de

Hochdorf